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| KVP GmbH, Kiel |
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Auf dem Gelände der KVP in Kiel entstand
von Mai 1999 bis März 2001 eine neue Fertigungshalle für flüssige
Arzneimittel auf drei Ebenen.
Die Herstellungsanforderungen sehen eine ebene Flurförderung mit
einem Behälterkonzept vor, das einen vertikalen Abfluss der Ansätze
sicherstellt. Dieser spezielle Anspruch verlangt im künftigen
Betrieb ein konsequent umzusetzendes Hygieneverständnis des Personals,
so dass unhygienische Wege, Handhabungen oder Transporte bereits
über die innenarchitektonische Konzeption unterbunden werden müssen.
Das Gebäude wird in drei Hygienestufen mit den jeweiligen Anforderungen
an die Keimzahl untergliedert, die jeweils über Schleusen bzw.
Personalwandlungsanlagen miteinander verbunden sind. |
Bauliche Umsetzung des Produktionsablaufes
Die Umkleiden und sanitären Anlagen befinden sich im Untergeschoss.
Dies ermöglicht eine getrennte, reinheitsklassengerechte Anbindung
an die Reinräume über Treppen zum Erdgeschoss, ohne Kreuzung von
schwarzen Materialwegen (Straßenkleidung) im Erdgeschoss.
Das Erdgeschoss als Hauptnutzebene ist unterteilt in die Abschnitte
Abfüllung und Verpackung. Die beiden Bereiche haben keinerlei
Personenverbindungen untereinander - es gibt lediglich logistische
Durchreichen in der Linienstrecke. Der Ausbau erfolgte gemäß GMP-Standard.
Vom Erdgeschoss gelangt man über zwei separate Treppen innerhalb
der jeweiligen Reinheitsklasse in die Ansatzräume im Obergeschoss.
Die Ansatzräume sind direkt über den Vorlagen parallel zur Tanklagerachse
positioniert. Zur Vermeidung von Crosscontamination wird jeder
Ansatzkessel je nach Produkt separiert. Die Staubausbreitung bei
der Einwaage und Kesselbefüllung in der Ansatzkabine wird unter
Laminar-Flow betrieben. Das nach FDA vorgeschriebene Kontrollpersonal
kann während des Einwaageablaufs über einen Kleiderwechsel zwischen
den Produktbereichen pendeln. |
Gestaltung In den Fertigungsräumen
sind die einzelnen Zonen durch Glaswände gegliedert, so dass neben
der guten Belichtung mit Tageslicht auch optimale Sichtverbindungen
erreicht werden. Letzteres sorgt zusätzlich für eine erhöhte Sicherheit:
Gefahren lassen sich frühzeitig erkennen.
Farbige Stützen und verschiedenfarbige Böden machen die Raumstrukturen
leicht lesbar. Dunkle und helle Böden kennzeichnen z. B. schwarze
(Straßenkleidung) und weiße (höhere Hygieneanforderungen, Reinräume)
Bereiche. In Umkleiden und sanitären Anlagen, in denen die Wandlung
des Personals erfolgt, wurde der Wechsel der Hygienebereiche durch
die Farbgestaltung sichtbar gemacht. Dies fördert das Bewusstsein
des Personals für die besonderen hygienischen Bedingungen und
unterstützt ein adäquates Verhalten. |
> Fotogalerie
Fotos werden einzeln geladen.
(Durchnittl. theoretische Ladezeit: ca. 7 Sek. bei ISDN 64 kps/
ca. 15 Sek. bei Modem 28.8 kps) |
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